Latzug

Jedem der sich schon einmal mit Fitness beschäftigt hat wird der Latzug wahrscheinlich ein Begriff sein. Er ist in jedem Fitnessstudio ein Muss aber auch wenn Du zu Hause trainierst, hast Du mit dem Latzug die optimalen Voraussetzungen für ein flexibles Training. Durch seine verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten kannst Du optimal verschiedene Muskeln trainieren.

Der Latzug ist eines der beliebtesten Trainingsgeräte, da Du durch seine vergleichsweise einfache Ausführung eine hohe Effektivität erreichen kannst. Jedoch ist die richtige Ausführung entscheidend, um die besten Ergebnisse damit zu erzielen.

Da das Latziehen an dem Trainingsgerät durchgeführt wird, ist das Verletzungsrisiko gering, besteht jedoch weiterhin. Daher ist eine korrekte Ausführung sehr wichtig. Mit dem Latzug hast Du die Möglichkeit Rücken- und Armmuskulatur zu trainieren. Jedoch wird die Armmuskulatur nur unterstützend miteinbezogen. Zudem spielt die Atmung hier auch eine wichtige Rolle.

Für Anfänger ist das Latziehen einfacher als der normale Klimmzug, da hier nicht das eigene Körpergewicht benutzt werden muss. Jedoch wird auch erfahrenen Athleten das Trainieren des Latissimus empfohlen, da der Muskel hier anders belastet wird als beim klassischen Klimmzug.

Dadurch, dass das Latzuggerät dir die Möglichkeit bietet die verschiedensten Griffe und Trainingsstangen anzubringen, kannst du in unterschiedlichen Positionen variabel trainieren. Beispielsweise gibt es den Parallelgriff oder den V-Griff und du hast die Möglichkeit einen engen oder breiten Griff auszuführen. Je nachdem welche Art Du ausführst, kannst Du die verschiedenen Muskelpartien im Rücken trainieren.

Zudem kommt, dass die gängigsten Übungen entweder zum Nacken hin oder zur Brust ausgeführt werden. Je nachdem, ob Du Dich für einen engen oder breiten Griff entscheidest kannst Du ganz gezielt die gewünschte Muskelpartie im Rücken trainieren.

Übungen Latzug

Zu Beginn ist es wichtig, dass Du das Gewicht, das Du nutzen möchtest realistisch und nach Deinen Möglichkeiten auswählst. Ebenso ist es mit den Wiederholungen und  den Sätzen. Wenn Du zu schnell zu viel Gewicht benutzt kann es zu Verletzungen sowie starkem Muskelkater führen. Dadurch, dass Du mit dem Latzug so viele verschiedene Übungsmethoden hast, ist es sinnvoll diese zu untergliedern.

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Latzug breit zur Brust

Beim breiten Latzug zur Brust hin wird vor allem der Latissimus im seitlichen Rücken gestärkt. Zudem kommt, dass diese Variante vergleichsweise die effektivste ist und zugleich werden die Gelenke in den Schultern geschont. Die Muskeln der Schulterblätter sowie Deine hinteren Schultern werden ebenso mitbeansprucht. Dazu kommt noch die Armmuskulatur.

Um mit der Übung zu beginnen, setzt Du Dich auf die Sitzfläche des Trainingsgerätes mit Blickrichtung zu dem Gerät hin. Danach platzierst Du Deine Beine in das Polster, welches dafür vorgesehen ist. Hierbei ist wichtig, dass du einen festen Halt mit deinen Beinen erhältst, sodass das Gewicht Dich beim Ausführen der Übung  nicht nach oben hin weg ziehen kann.

Nun greifst Du die breite Stange nach der Krümmung von oben und bringst deinen Rücken in ein leichtes Hohlkreuz. Deine Arme winkelst Du an. Danach lehnst Du Dich etwas zu zurück und atmest tief ein. Jetzt atmest Du aus und beginnst die Stange zu Deiner Brust zu ziehen. Wichtig dabei ist, dass Du Dich dafür nicht nach hinten lehnst um es zu vereinfachen, sondern Rücken-  und Armmuskulatur benutzt.

Sobald Du die Stange zu deiner Brust gezogen hast und diese sie berührt  ist der erste Teil der Übung geschafft. Danach kannst Du langsam damit beginnen die Aufwärtsbewegung auszuführen. Dabei ist zu beachten, dass Du das Gewicht nicht von selbst herunterrauschen  lässt, sondern gegen den Zug des Gewichts arbeitest, da Du Dich sonst verletzen kannst. Zudem werden auch hierbei die Muskeln trainiert.

Latzug breit zur Brust

Latzug eng zur Brust

Beim engen Latzug zur Brust wird der Latissimus deutlich weniger gefordert als bei der breiten Ausführung. Hier liegt der Fokus mehr auf dem Armmuskel Brachialis. Dennoch werden Muskeln wie Latissimus oder auch der Trapezmuskel gefordert. Nebensächlich werden auch Bizeps und Schultermuskulatur mitbeansprucht.

Bei dieser Ausführung setzt Du dich gleich dem breiten Latzug zur Brust. Nun greifst Du die Stange von oben ungefähr hüftbreit. Nun kannst Du damit beginnen die Stange herunterzuziehen. Ungefähr auf Hals-Höhe angekommen hast du den ersten Teil der Übung erneut erledigt. Um die Übung zu vollenden arbeitest Du erneut gegen das Gewicht und lässt dieses langsam herab.

Latzug breit zum Nacken

Genau wie beim breiten Latzug zur Brust wird der Latissimus hier ideal trainiert. Der Trapezmuskel wird ebenso stark beansprucht. Zudem werden Bizeps, hintere Schultermuskulatur und die Muskelpartien in der Nähe der Schulterblätter mitbeansprucht. Ein Nachteil dieser Übung ist jedoch, dass Du Deine Gelenke überlasten könntest beziehungsweise überlastest.

Gleich den anderen Latzugübungen ist es auch beim Latzug breit zum Nacken auch so, dass Du Dich mit dem Gesicht zum Gerät hinsetzt. Ebenso platzierst Du Deine Beine in dem dafür vorgesehenen Polster. Nun spannst Du Arm- Rücken- und Bauchmuskulatur an und bringst deinen Rücken auch hier wieder in ein leichtes Hohlkreuz.

Nun greifst Du die Stange wieder nach der Krümmung und lehnst Deinen Kopf ein Stück nach vorne, damit Du die Stange ohne Probleme daran vorbeiführen kannst. Im Anschluss daran ziehst Du die Stange kraftvoll Richtung Nacken, jedoch nicht mit Schwung. Die Lastzugstange sollte den Nacken nicht berühren. Du solltest sie kurz davor stoppen und einen Moment dort halten.

Wichtig ist, dass Du bevor mit der Aufwärtsbewegung beginnst zu schauen, dass Dein Rücken unter Spannung bleibt und du erneut gegen das Gewicht arbeitest um nicht hochgezogen zu werden. Nun kannst Du die Stange langsam hochführen. Ebenso ist wichtig, dass Du deine Arme nicht komplett austreckst, um die Ellbogen  nicht zu überlasten.

Latzug eng zum Nacken

Um den engen Latzug zum Nacken auszuführen setzt Du Dich anders als bei den anderen Übungen mit dem Rücken in Richtung des Geräts. Nun greifst du wie beim engen Lastzug zur Brust die Stange wieder ungefähr hüftbreit und begibst Dich auch hier in ein leichtes Hohlkreuz. Auch hier ist es wichtig die Übung nicht schwungvoll auszuführen.

Nun ziehst Du die Stange langsam in Richtung deines Nackens, jedoch sollte sie diesen auch hier nicht berühren. Nun arbeitest Du wieder gegen das Gewicht und lässt die Stange noch oben. Hier solltest Du darauf achten, dass die Gewichte sich nicht absetzen, da sonst die Schultergelenke zu sehr beansprucht werden.

 

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